Virtuelle Marathons, Online-Challenges, Geburtstags-Spendenaktionen ... digitale Peer-to-Peer-Aktionen sind mittlerweile ein wichtiger Bestandteil des modernen Fundraisings. Da immer mehr Unterstützer*innen online aktiv sind und sich vernetzen, ist eine solide Online-Strategie unerlässlich geworden.
Die Fundraiser*innen von heute tragen vielleicht keine Superhelden-Umhänge, aber sie besitzen etwas ebenso Mächtiges: die Fähigkeit, ihre Netzwerke zu mobilisieren. Die Frage ist: Wie rüsten wir diese Alltagshelden mit den Tools und der Unterstützung aus, die sie benötigen, um ihre Wirkung zu maximieren?
In diesem Artikel teilen wir 9 praktische Tipps, die dir helfen, deine digitale Peer-to-Peer-Fundraising-Strategie zu stärken – von der Einbindung der Teilnehmenden und dem Aufbau einer Community bis hin zur Anregung von Kreativität und der Aktivierung neuer Einnahmequellen.
Tipp 1: Erstelle eine Gruppe in den sozialen Medien, um die Fundraiser*innen miteinander zu verbinden
Starte eine spezielle Gruppe zur Unterstützung deiner digitalen Fundraising-Kampagnen. Ziehe Kanäle wie WhatsApp oder Instagram in Betracht. Hier bietest du Unterstützer*innen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen mit anderen Gleichgesinnten aus deiner Community zu teilen.
Dies ist auch ein großartiger Ort für euch als Fundraising-Team, um Tipps, Anleitungen und tägliche Updates zu teilen. So schafft ihr eine Fundraising-Community für spezifische Kampagnen, die ihr durchführt.
Berücksichtige dabei aber natürlich immer deine Zielgruppe. Zum Beispiel wird eine Pink Ribbon WhatsApp-Gruppe wahrscheinlich andere Unterstützer*innen anziehen als deine Berlin-Marathon-Gruppe. Deine Marathonläufer*innen erwarten möglicherweise Links und Unterstützung zu Training, Ernährung usw. von dir und diese Art von Informationen ist aber natürlich nicht immer für alle deine Fundraising-Kampagnen relevant.
Alle deine Unterstützer*innen in einer Gruppe zusammenzufassen, ist daher nicht wirklich eine kampagnenspezifische Umsetzung. Stelle sicher, dass du regelmäßig über deine Online-Kanäle kommunizierst und Informationen teilst, um deine Fundraising-Community motiviert zu halten.
Tipp 2: Biete „digitale Toolkits“ zur Unterstützung deiner Fundraiser*innen an
Mach es deinen Fundraiser*innen leicht, ihre Freunde und Familie anzusprechen und Online-Spenden in eurem Namen zu sammeln. Die Bereitstellung von zugänglichen und einfachen Materialien zum Herunterladen wird sie noch mehr motivieren, die Botschaft zu verbreiten.
Überlege, welche digitalen Tools du für deine Unterstützer*innen entwerfen kannst, um ihre Netzwerke darüber zu informieren, dass sie eine wichtige Spendenaktion für deinen guten Zweck durchführen. Bedenke, dass die Mission deiner gemeinnützigen Organisation im Vordergrund dieser Materialien stehen sollte und sie die klare Aufforderung „Spende jetzt für meine Initiative“ enthalten sollten.
Einige Beispiele sind:
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Facebook-/LinkedIn-Titelbild. Stelle ein Kampagnen-Titelbild mit einem Link zur Spendenseite der Einzelperson oder des Teams bereit. Gib Anweisungen, wie sie dies einrichten können.
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Bereite eine Reihe von Beiträgen für soziale Medien vor. Füge Text, Hashtags und Bilder hinzu, die die Fundraiser*innen einfach kopieren und in ihre persönlichen Kanäle einfügen können, immer mit einem Link zu ihrer persönlichen Spendenseite.
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E-Mails funktionieren immer noch sehr gut beim Fundraising. Schreibe E-Mail-Entwürfe, die die Unterstützer*innen kopieren und an ihre Netzwerke senden können.
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Ermutige zu Selfie-Videos. Bitte deine Unterstützer*innen in deinem digitalen Support-Kit, regelmäßig eigene Videos über ihre Peer-to-Peer-Kampagnen zu erstellen, um sie in sozialen Netzwerken zu teilen.
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Pressearbeit. Erwäge die Erstellung einer Pressemitteilung, in die die Unterstützer*innen ein Zitat einfügen können und die sie an ihre lokalen Medien senden können.
Es gibt noch viele weitere Online-Tipps und Tricks, die du deinen Unterstützer*innen geben kannst. Bring deine Kolleg*innen aus den Bereichen Digital, Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising und Marketing zusammen, um Ideen zu sammeln und deine Kampagnen-Kits vorzubereiten.
Tipp 3: Setze deine traditionelle Spender*innenaktivierung fort
Spendenmanagement ist der Schlüssel, um neue Fundraiser*innen zu rekrutieren und sie zu motivieren, in eurem Namen Spenden zu sammeln. Unterstütze Fundraiser*innen weiterhin durch eine E-Mail-Aktivierung und Telefonate Wir sehen oft, dass mindestens 8 Kontaktpunkte erforderlich sind, um Unterstützer*innen zu motivieren, ihre Peer-to-Peer-Aktion zu starten und ihr Netzwerk um eine Spende zu bitten. Diese E-Mails erstrecken sich in der Regel über mehrere Wochen, wobei Top-Fundraiser*innen oftmals auch telefonisch kontaktiert werden.
Unten findest du ein Beispiel für eine Willkommens-E-Mail, einschließlich einiger "Tipps für den Start", die du an deine Fundraiser*innen senden kannst.
"Herzlichen Glückwunsch, du bist offiziell großartig! Du hast dich entschieden, an unserer "Virtuellen [Name der Fundraisingaktion hier einfügen]” teilzunehmen. Gehe, hüpfe oder laufe auf der Stelle, in deinem Haus oder auf einem Laufband, um Herzkrankheiten zu unterstützen und dich gesund zu halten, während du zu Hause bist. Ab heute hast du dich angemeldet, um an dieser Challenge teilzunehmen und dich selbst herauszufordern, während du Spenden für deine Bemühungen sammelst.
Dein Engagement für [Ursache oder Auswirkung der Unterstützung hier einfügen] macht dich zu einem Superhelden des 21. Jahrhunderts! Wir sind dir aufrichtig dankbar. Bitte behalte dein E-Mail-Postfach im Auge, da wir dir viele Tipps und Materialien zusenden werden, um dir bei der Challenge und beim Spendensammeln zu helfen.
Wir sind bei jedem Schritt für dich da! Um dir den Start zu erleichtern, haben wir hier einige einfache Schritte zusammengestellt.
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Schritt 1: Mach dich mit deiner persönlichen Online-Spendenseite vertraut
Aktualisiere deine Spendenseite mit deinem eigenen Profilbild und gib einige Details auf deiner Seite an, warum du für deine gewählte Organisation läufst/sie unterstützt. Eine persönliche Geschichte kann eine große Wirkung haben. Ein eigenes Video zu erstellen und es auf deine Seite hochzuladen, ist zum Beispiel eine großartige persönliche Note. Folge einfach den Schritten auf deiner Online-Spendenseite.
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Schritt 2: Ziehe in Betracht, selbst eine Spende auf deiner Seite zu tätigen
Lass alle wissen, wie sehr du dich engagierst. Je höher deine erste Spende ist, desto höher werden die Spenden deiner Freunde sein!
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Schritt 3: Teile deine Spendenseite mit jedem, den du kennst!
Teile sie dann in zwei Wochen erneut mit den gleichen Leuten. Jede*r ist so beschäftigt, und eine kleine Erinnerung kann helfen. Wende dich an Arbeitskollegen, dein Netzwerk in den sozialen Medien, Sportvereine, deine örtliche Schule, an alle und jeden. Eine einfache E-Mail hat eine große Wirkung. Vergiss nicht, immer einen Link zu deinem Spendenformular mitzuschicken.
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Schritt 4: Vergiss nicht, den Leuten zu danken, die an dich gespendet haben.
Du kannst ihnen in den sozialen Medien danken, indem du einen speziellen Beitrag nur für sie erstellst. Du könntest ihnen auch privat eine Nachricht senden und sie bitten, darüber nachzudenken, die Nachricht über ihre Spende auf ihren sozialen Kanälen zu teilen. Es könnte eine gute Gelegenheit sein, ihre Freunde zu ermutigen, sich für deine gute Arbeit einzusetzen, indem sie entweder mit dir laufen oder ebenfalls auf deiner Seite spenden.
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Schritt 5: Jetzt musst du deine Lauf-/Geh-/Sport-Challenge in Angriff nehmen!
Viel Spaß beim Training und beim Laufen. Wir werden dich von der Seitenlinie aus anfeuern. Vergiss nicht, wenn deine Beine müde werden, laufe mit deinem Herzen!
Tipp 4: Nutze Segmentierungstools, um die Kommunikation anzupassen
Im vorherigen Punkt haben wir dich ermutigt, deine Kommunikation fortzusetzen, sobald jemand eine eigene Spendenaktion startet. Behalte deine Fundraiser*innen im Auge und identifiziere frühzeitig „High Performer“ und „potenzielle High Performer“. Diese Gruppe braucht zusätzliche Aufmerksamkeit und Unterstützung, da sie es verdient, durch Einzelgespräche, Telefonanrufe, usw.
Stelle sicher, dass du solche Unterstützer*innen auch in deinen sozialen Gruppenkanälen hervorhebst. Sie sind leuchtende Beispiele, von denen sich andere inspirieren lassen können.
Wir würden dir empfehlen, Einzelmeetings mit erfolgreichen Fundraiser*innen sowie Gruppentermine für diejenigen zu organisieren, die sich noch entwickeln wollen. Eine einfache Option für Online-Meetings ist die Verwendung von Google Meet oder Zoom.
Tipp 5: Entdecke virtuelle Spieleabende
Viele hohe Fundraising-Ergebnisse aus einer Peer-to-Peer-Perspektive haben oft ein Element einer Offline-Spendensammlung. Zum Beispiel eine Kunstausstellung, ein Bingo-Abend, Freunde, die zusammenkommen, usw. Diese Arten von Aktivitäten werden oftmals von den Fundraiser*innen mit ihren Netzwerken organisiert. Ziehe in Betracht, einige andere Ideen wie „virtuelle Spieleabende“ über Twitch oder andere Streaming-Plattformen anzubieten.
Tipp 6: Virtuelle Auktionsseiten
Ähnlich wie in Punkt 5, ziehe in Betracht, deinen Fundraiser*innen Tipps und Ideen zu geben, wie sie eine Online-Auktion mit gespendeten Waren und Dienstleistungen von ihren lokalen Unternehmen starten könnten.
Tipp 7: Binde deine Botschafter*innen mit ein
Botschafter*innen sind großartige motivierende Vorbilder, um andere zu inspirieren, zum Fundraising zu ermutigen und die gute Botschaft deiner gemeinnützigen Organisation zu verbreiten. Es gibt verschiedene Arten von Botschafter*innen, die du in Betracht ziehen könntest, und in all diesen Fällen ermutige sie, deinen „speziellen Fundraising-Gruppenkanälen“ beizutreten, damit du sicherstellen kannst, dass andere Fundraiser*innen von ihnen informiert und motiviert werden. In allen Fällen sollten diese Botschafter*innen ihre eigene Peer-to-Peer-Fundraising-Kampagne haben, bei der sie Spenden sammeln können. Vergiss nicht, sie zu ermutigen, selbst eine Spende zu tätigen!
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Held*innen: Können Top-Fundraiser*innen oder Empfänger*innen der gesammelten Spenden sein.
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Influencer*innen: Hier gibt es keine exakte Wissenschaft. Identifiziere einfach Influencer*innen, die sich mit deiner Sache verbinden wollen, kontaktiere sie und frage sie, ob sie dich unterstützen würden. Das können sowohl professionelle Blogger*innen als auch Amateure sein. Was zählt, ist ihre digitale Reichweite. Je mehr Follower*innen sie haben, desto größer sind die Erfolgschancen als Peer-to-Peer-Fundraiser*innen.
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Berühmtheiten: Sie werden immer viele Menschen anziehen und inspirieren. Wähle Berühmtheiten aus, die bereit sind, deine Mission online zu unterstützen und mit deinen (Top-)Fundraiser*innen zu interagieren.
Tipp 8: Werde kreativ mit deinen Fundraising-Anreizen und deinem Belohnungsprogramm
Verwende digitale Belohnungsabzeichen und ziehe eine einfache Gamification in Betracht, um Fundraiser*innen zu belohnen und ihnen zu danken. Nutze deine (Influencer-)Botschafter*innen, um „unbezahlbare Erlebnisse“ für Top-Fundraiser*innen anzubieten. Zum Beispiel erhalten diejenigen, die 2.000 Euro oder mehr sammeln, die Möglichkeit, an einem privaten Gruppentreffen mit einer berühmten Sängerin oder einem Athleten teilzunehmen.
Tipp 9: Binde Unternehmenspartner ein
Unternehmenspartnerschaften bleiben ein starker Treiber für den Peer-to-Peer-Fundraising-Erfolg. Stärke diese Beziehungen, indem du ansprechende Fundraising-Aktivitäten anbietest, an denen Mitarbeitende von überall aus teilnehmen können - auch von zu Hause aus. Denke an freundschaftliche Wettbewerbe oder Fundraising-Veranstaltungen, um das Teambuilding zu fördern und voranzutreiben.
Ein Beispiel könnte eine Unternehmens-Challenge sein, bei der Mitarbeiter*innen in einem virtuellen Lauf/Spaziergang für eine gemeinnützige Organisation ihrer Wahl gegeneinander antreten. Indem du deinem Unternehmenspartner hilfst, die Moral und die Motivation seiner Mitarbeiter*innen zu stärken, kannst du eine langfristige Beziehung aufbauen (oder weiter ausbauen). Später werden sie sich an diesen positiven Einfluss erinnern, den ihr auf ihr Team hattet.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Peer-to-Peer-Fundraising-Plattformen ein entscheidendes Instrument für gemeinnützige Organisationen sind, um mit Spender*innen in Kontakt zu treten und ihre Reichweite über ihre unmittelbaren Netzwerke hinaus zu erweitern. Durch die Nutzung sozialer Netzwerke und die Befähigung von Einzelpersonen, in eurem Namen Spenden zu sammeln, können gemeinnützige Organisationen eine nachhaltige, langfristige Unterstützung für ihre Mission aufbauen.
Die Einbeziehung digitaler Peer-to-Peer-Kampagnen in die digitale Fundraising-Strategie einer gemeinnützigen Organisation ist nicht schwer, da viele Online-Fundraising-Plattformen benutzerfreundliche Tools und Ressourcen anbieten, die gemeinnützigen Organisationen helfen, ihre Kampagnen einzurichten und zu verwalten.
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